Ein Zentraldepot als Passivhaus: rheinform berichtet über das Kunstdepot Darmstadt
Wie lassen sich konservatorische Anforderungen, Klimaschutz und der Alltag sehr unterschiedlicher Nutzergruppen in einem Gebäude zusammenbringen? Genau dieser Frage widmen sich unsere Kollegin Katharina Herzog (Geschäftsleitung, 1100: Architekten Frankfurt) und Maruchi Yoshida (Restauratorin, Sicherheitsingenieurin und Geschäftsführerin der iconyk GmbH) in der aktuellen Ausgabe von rheinform. (01/2025, Schwerpunkt Museumsdepots).
Am Beispiel des Kunstdepots Darmstadt beleuchten sie, warum ein gemeinsames Depotkonzept und moderierte, partizipative Abstimmungen mit den Nutzenden von der klaren Wegeführung bis zu definierten Synergien und notwendigen Trennlinien entscheidend sind. Auch Klimaschutz und konservatorische Standards müssen keine Gegensätze sein. Als Passivhaus realisiert, verbindet da Depot eine träge, hochgedämmte Hülle mit präzise abgestimmter Technik sowie Gründach und Photovoltaik und zeigt so, wie bedarfsgerechte Klimazonen gemeinsam definiert und anschließend gebäudeseitig präzise umgesetzt werden können.
Für uns ist die Veröffentlichung ein willkommener Anlass, unsere Erfahrungen aus der Planung und Realisierung des ersten von uns umgesetzten Kunstdepots zu teilen und den fachlichen Austausch über zukunftsfähige Museums- und Archivdepots weiterzuführen. Wer sich für zukunftsfähige Depotplanung zwischen Normen, Betrieb und Energieeffizienz interessiert, findet hier kompakte Einblicke aus der Praxis.